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Ingeborg Schillai als Präsidentin bestätigt

Neue Diözesanversammlung im Bistum Limburg hat sich konstituiert
Ingeborg Schillai als Präsidentin bestätigt
Ingeborg Schillai als Präsidentin bestätigt
Das Präsidium der 14. Limburger Diözesanversammlung: Andreas Gref, Gerhard Glas, Hermann-Josef Bode, Ingeborg Schillai, Daniela Erdmann, Wolfgang Scholl, Andreas Feldmar, Clemens Hermann Wagner und Eva Toussaint (von links). © Bistum Limburg

Die knapp 600.000 Katholiken im Bistum Limburg haben eine neue Vertretung: Am Samstag, 27. Juni, konstituierte sich im Wilhelm-Kempf-Haus in Wiesbaden-Naurod die 14. Diözesanversammlung (DV) im Bistum Limburg. Als Präsidentin wurde Ingeborg Schillai mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt. Für die 70-Jährige aus Taunusstein wird es die dritte Amtszeit sein.

„Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen. Wir haben gemeinsam in den vergangenen Jahren wichtige Weichen in unserem Bistum und in unserer Kirche gestellt. Es war eine lebendige Zeit und gerade durch den bundesweiten Synodalen Weg und das MHG-Projekt ist viel in Schwung gekommen. Diesen Schwung werde ich meine neue Amtszeit mitnehmen“, sagte Schillai nach ihrer Wahl. Sie freue sich auf viele spannende Themen und Herausforderungen, die das Leben in Kirche und Gesellschaft bringe, sowie auf eine aktive Zusammenarbeit in der DV und im Diözesansynodalrat (DSR), der sie als Präsidentin der DV qua Amt angehöre.

Blick schärfen auf dass, was ist und sich ändern kann

„Uns wird sicherlich nicht langweilig werden, denn wir leben in bewegten Zeiten. Der Synodale Weg ist in meinen Augen, die Chance für Veränderung in der Kirche. Wir dürfen jetzt den Anschluss an die Menschen nicht noch mehr verlieren. Wir müssen den Blick schärfen auf das was ist und auf das, was sich ändern kann“, so Schillai. Auch mit Blick auf die MHG-Studie zum sexuellen Missbrauch durch Kleriker in der Katholischen Kirche dürfe man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Es gelte vielmehr hinzuschauen und dafür Sorge zu tragen, dass Missbrauch in der Kirche nachhaltig verhindert werde. „Gemeinsam mit unserem Bischof war ich Auftraggeberin unseres MHG-Projektes „Betroffene hören-Missbrauch verhindern“. Die Ergebnisse des Projektes liegen nun auf dem Tisch. Mehr als 60 Maßnahmen sind entwickelt worden. Wir sind nun alle gefordert, dass ihre Umsetzung beherzt angegangen wird“, so Schillai. Zudem stehe im kommenden Jahr auch der dritte Ökumenische Kirchentag in Frankfurt im Bistum Limburg an. Als gastgebenes Bistum, gebe es hier viel zu tun.

Neues Präsidium

Bei all diesen Aufgaben und Herausforderungen steht Ingeborg Schiallai auch das Präsidium der DV zur Seite. Es bereitet die Sitzungen vor, führt Beschlüsse durch, gestaltet die Zeit zwischen den Sitzungen, hält Themen, Prozesse und Projekte nach und organisiert den Austausch zwischen den Vorsitzenden der Bezirks- und Stadtversammlungen. In dieses Gremium wurden gewählt: Ingeborg Schillai (Präsidentin), Andreas Feldmar aus Frankfurt und Andreas Gref aus Wiesbaden (Vizepräsidenten) sowie Hermann-Josef Bode (Dernbach), Daniela Erdmann (Dillenburg), Gerhard Glas (Frankfurt), Wolfgang Scholl (Wiesbaden), Eva Toussaint (Bad Homburg) und Clemens Hermann Wagner (Müschenbach im Westerwald).  

Die Aufgaben der DV

Die DV habe die Aufgabe kirchliche, gesellschaftliche, staatliche Entwicklungen zu beobachten, zu diskutieren und Stellung dazu zu beziehen. Sie habe Anregungen für das Wirken der Katholiken zu geben und diese an den Bischof und den Diözesansynodalrat zu geben. Zudem habe sie die Aufgabe ihre Anliegen auf überdiözesaner Ebene, unter anderem im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken, zu vertreten. Diese Aufgabe werden Dr. Barbara Wieland (Frankfurt), Christian Pulfrich (Dillenburg) und Wiegand Otterbach (Höhr-Grenzhausen) übernehmen. Insgesamt hat die DV knapp 80 Mitglieder.

DV Mitglieder im DSR

Mit der konstituierenden Sitzung gibt es auch einen neuen Diözesansynodalrat (DSR): Er ist das synodale Gremium auf Ebene des Bistums, das an der Willensbildung und Entscheidungsfindung in gemeinsamer Verantwortung teilnimmt und den Bischof berät. Bischof und die übrigen Mitglieder des DSR sind dabei Dialogpartner und beraten gemeinsam über anstehende Themen und Aufgaben. Der DSR wirkt so etwa bei der Festlegung der Richtlinien und Schwerpunkte in der Seelsorge mit. Er koordiniert pastorale Aktivitäten und legt die pastoralen Grundsätze für die Aufstellung des Haushaltes fest. Vorsitzender des DSR ist Bischof Dr. Georg Bätzing. Von der DV in den DSR gewählt wurden: Marcus Carl (Wiesbaden), Ludger Eckert (Kelkheim), Jörg Ehlig (Selters), Daniela Erdmann (Dillenburg), Gerhard Glas (Frankfurt), Otto Horvath (Frankfurt), Pfarrer Ralf Hufsky (Westerburg), Monika Humpert (Frankfurt), Susanna Kexel (Frankfurt), Ann-Katharina Langer (Flörsheim), Silke Langner (Löhnberg), Dr. Daniela Marschall-Kehrel (Frankfurt), Wiegand Otterbach (Höhr-Grenzhausen), Dr. Susanne Schmidt (Frankfurt), Dr. Harald Schwalbe (Oberursel), Joachim Stowasser (Herborn), Judith Straub (Staudt) und Christian Trenk (Bad Schwalbach).

Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.dioezesanversammlung.bistumlimburg.de.