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DV verurteilt Gewalt im Namen einer Religion

Diözesanversammlung tagte zum ersten Mal voll digital
DV verurteilt Gewalt im Namen einer Religion
DV verurteilt Gewalt im Namen einer Religion
Die DV des Bistums Limburg verurteilt Gewalt und Terror im Namen einer Religion wie zuletzt in Wien. © Copyright 2020, KNA GmbH, www.kna.de, All Rights Reserved

Die Diözesanversammlung des Bistums Limburg (DV) verurteilt die terroristischen Anschläge der vergangenen Tage in Dresden, Paris, Nizza, Kabul und Wien aufs Schärfste und spricht den Opfern sowie den Hinterbliebenen ihr Mitgefühl aus. „Nach aktuellem Stand stammen alle Täter aus einem islamistischen Umfeld und sind irregeleitet von einem Hass auf Andersdenkende“, heißt es in der Stellungnahme vom Samstag, 7. November.  Die gewählte Vertretung der Katholikinnen und Katholiken im Bistum stellt sich gegen jede Gewalt im Namen einer Religion und fordert alle Verantwortlichen in den Religionsgemeinschaften auf, sich für ein friedliches und tolerantes Zusammenleben einzusetzen. 

„Ausdrücklich begrüßen wir die deutlichen Stellungnahmen der Regierungen, der demokratischen Parteien und der großen christlichen Kirchen gegen jeglichen Terror, ganz gleich, ob politisch oder religiös motiviert. Besonders weisen wir hin auf die klare Ablehnung des islamisch motivierten Terrors auch durch unsere muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürger“, heißt es in der Stellungnahme weiter. Die DV unterstützt den Limburger Bischof, der als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, alle Formen von Terror verurteilt und die Religionen aufgefordert habe, das Versprechen, Frieden zu stiften zu verwirklichen. 

Ökumenischer Kirchentag soll Hoffnungszeichen werden

Die Diözesanversammlung traf sich zum ersten Mal voll digital, um sich mit wichtigen Projekten des Bistums zu befassen: Weihbischof Dr. Thomas Löhr, Bischofsvikar für die Ökumene und die beiden Beauftragten des Bistums und der EKHN für den ÖKT, Diakon Werner Thomas und Pfarrerin Miriam Küllmer-Vogt, informierten über die aktuellen Planungen rund um den Ökumenischen Kirchentag im Mai 2021. „Der ÖKT findet statt. Er wird anders sein wie ursprünglich geplant. Das gemeinsame Präsidium hat diese Entscheidung verantwortlich und nach intensiven Beratungen getroffen“, berichtet Weihbischof Löhr. Es gäbe gute Gründe ihn stattfinden zu lassen und dabei rücksichts- und verantwortungsvoll die Gesundheit der Besucherinnen und Besucher im Blick zu haben. Mit dem ÖKT vom 12. bis 16. Mai 2021 in Frankfurt soll ein Zeichen der Kirchen in die Gesellschaft gegeben und den Menschen Mut gemacht werden. „Wir werden als christliche Kirchen zeigen, dass wir bei den Menschen und mitten in der Gesellschaft sind. Wir legen die Hände in der Zeit der Pandemie nicht in den Schoß, sondern sind im Geiste Jesu unterwegs und an der Seite der Menschen. Dabei haben wir auch die Menschen an den Rändern der Gesellschaft in unserem Land aber auch weltweit im Blick. All dies wird in Frankfurt erlebbar sein“, so Löhr. 

Pfarrerin Miriam Küllmer-Vogt und Diakon Werner Thomas machten deutlich, dass das Programm des ÖKT mit Blick auf die Corona-Pandemie angepasst worden ist. Man rechne mit 30.000 Besuchern und biete analoge, hybride und digitale Formate an. „Die Gesellschaft braucht nach den schweren Monaten der Pandemie und der höheren Infektionszahlen, mit denen im Winter zu rechnen ist, ein Hoffnungszeichen“, betonen die Beiden. Zurzeit gebe es intensive Überlegungen dazu, wie der Abend der Begegnung für den die gastgebenden Kirchen maßgeblich verantwortlich sind, organisiert und durchgeführt werden kann. Auch die Unterbringung in Gemeinschaftsquartieren, die es üblicherweise bei solchen Großevents gibt, wird im kommenden Jahr komplett anders organisiert werden. Hier werde auch ehrenamtliche Unterstützung benötigt. Der Vorverkauf für die Tickets beginne am 1. Dezember im Internet auf www.oekt.de.

Beim ÖKT wird es auch zwei Programmpunkte geben, die die Synode der EKHN und die Limburger Diözesanversammlung gemeinsam durchführen werden. „Wir planen zum einen eine Mitmachaktion zum Thema „Schaut hin. Werdet Segen“ und einen ökumenischen Gottesdienst aus einem Konferenzraum eines Frankfurter Hochhauses, der gestreamt werden wird“, erklärt Daniela Marschall-Kehrel aus der gemeinsamen Vorbereitungs-AG. 

An die Strahlkraft des ÖKT glaubt auch Ulrich Oelschläger, Präses der Synode der EKHN. „Der ÖKT ist nicht verschiebbar. Wir haben jetzt die Chance, die gute gewachsene Gemeinschaft zu leben und erlebbar zu machen. Das kann nicht sieben Jahre warten“, so Oelschläger in seinem Grußwort. Corona führe dem Menschen seine Grenzen und seine Endlichkeit vor Augen. Der ÖKT könne auf Gott verweisen, der diese Grenzen und das menschliche Denken übersteige. Schaut hin sei deshalb ein gutes Leitwort für das große gemeinsame Treffen.  

Umsetzung des MHG-Projektes muss Aufgabe des gesamten Bistums sein

Ein Thema, das die gesamte Amtszeit der XIV. DV betrifft, wird die Umsetzung der Empfehlungen des MHG-Folgeprojektes „Betroffene hören – Missbrauch verhindern“ sein. Bischof Dr. Georg Bätzing hat zum 1. Oktober Dr. Dr. Caspar Söling zum Bischöflichen Beauftragten dafür eingesetzt. Der Theologe und Biologe stellte sich den Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern vor und benannte die Grundideen für seine Aufgabe. „Ich bin nicht der, der die 62 Punkte des Implementierungsplans zum Projekt umsetzt. Das muss das Bistum tun und da müssen wir zusammen draufschauen und mittun“, so Söling. Er sei für die Koordination und für die Struktur der Umsetzung zuständig. Das Projekt sei anspruchsvoll und nicht wenige hegten die Befürchtung, dass es überladen sei und den hohen Erwartungen nicht gerecht werden könne. „Ja! Das ist anspruchsvoll. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Wir wollen Veränderung. Wir wollen eine andere Kultur und die sind wir den Betroffenen schuldig“, machte Söling auf Nachfrage aus der DV deutlich. Rund 90 Prozent der Punkte zur Umsetzung fielen in die Zuständigkeit des Bistums. Bischof und Generalvikar seien bereit, klar voranzugehen und die Implementierung zu priorisieren. „Ich komme gerne immer wieder in die Versammlung und berichte, wie es läuft. Ich lade Sie zum Mittun ein. Wir brauchen Ihren Blick, Ihre kritischen Anfragen und auch einen gewissen Druck, um voranzukommen“, sagte Söling. Er sei ansprechbar und habe keine Beißhemmung für den Kulturwandel und für die Betroffenen zu streiten. 

Erklärung der DV vom 7. November 2020

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