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Zeichen der Hoffnung

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Zeichen der Hoffnung
© Pixabay

Liebe Leserinnen und Leser,

die ehrenamtliche Arbeit in den Bistumsgremien steht zurzeit voll im Zeichen der Aufarbeitung der Missbrauchsstudie. Am Samstag vor einer Woche hat der Diözesansynodalrat wie im Hirtenbrief angekündigt über die Maßnahmen beraten, die nun schon bald der Öffentlichkeit vorgestellt werden, und am nächsten Samstag berät die Diözesanversammlung über die MHG-Studie und das, was damit zusammen hängt.
Nicht wenige haben – haupt- und ehrenamtlich – in den letzten Wochen und Monaten intensiv daran gearbeitet, dass wirklich etwas passiert und nicht nur geredet wird. (Allerdings wurde bis jetzt vor allem darüber geredet, was passieren soll.) Bei den Maßnahmen des Bistums soll es nicht nur um einen Rückblick gehen, sondern die Frage nach einem guten Weg in die Zukunft ist genauso im Blick.

Ganz ähnlich haben die Deutschen Bischöfe bei ihrer letzten Vollversammlung einen synodalen Weg für die Befassung mit bisher heiklen Themen auf den Weg gebracht, um zukünftig dem Klerikalismus Einhalt zu gebieten. Der synodale Weg im Bistum Limburg hat dagegen schon lange Tradition, die Bischöfe müssen sich schon sehr lange Unbequemes sagen lassen. Wenn sie damit gut umgehen, trägt das zum Wohlergehen des Bistums bei – und oft auch zu ihrem Ansehen. Schon das Zweite Vatikanische Konzil hat ja festgestellt, dass die Gläubigen auch einen wichtigen Teil zum Weg der Kirche beizusteuern haben (LG 12).

Die anstehenden Pfarrgemeinderatswahlen machen das auch im Kleinen deutlich: Die Menschen vor Ort müssen ihre Erfahrungen einbringen, um die Kirche voranzubringen.
Dies können Erfahrungen für funktionierende Formate und Abläufe, oder berufliche Erfahrungen mit Fusionen sein(!), genauso wie ein untrügliches Gefühl für Ungerechtigkeit, das vom Heiligen Geist geleitet ist und vieles andere mehr. Dabei wird dieses Mal in aller Regel ein Gremium gewählt, das den Überblick wahren muss und Richtungsentscheidungen für die ganze Pfarrei trifft und nicht so sehr ein Gremium, das konkret Feste plant und Aktionen umsetzt – die berühmten Wurstpreise bei Festen in Gemeinden braucht man im PGR nicht festlegen, aber die Dinge, die alle in einer großen Pfarrei angehen, gehören hier hin. Der Gestaltungsspielraum für Gemeindefeste und das Pfarrfest, das Ziel der Feste, Grundideen zu Nachhaltigkeit und vieles mehr, das wären Themen für den PGR. 
Die Nähe vor Ort darf aber nicht vergessen gehen. Die Ortsausschüsse – und ihre Vorsitzenden, die auch im PGR Antragsrecht haben – spielen hier eine wichtige Rolle. Im Ortsausschuss kann man alle Gruppen an einen Tisch bringen, die für das soziale Leben am Ort relevant sind.

Überlegen Sie sich, wo Ihr Ort ist – in der Gemeinde vor Ort bei konkreten Aktionen, oder in Gremien vor Ort oder auf übergeordneter Ebene – und übernehmen Sie Verantwortung!

Zum Abschluss hier noch zwei Links in Sachen Missbrauch: 
https://bistumlimburg.de/thema/missbrauch-und-praevention/   
https://bistumlimburg.de/beitrag/dokumente-zur-praevention/

Herzlich
Ihr
Andreas Feldmar