Kategorien &
Plattformen

Rückblick und Ausblick

Rückblick und Ausblick
Rückblick und Ausblick
Klosterkirche in Dernbach © KEB/B

Liebe Leserinnen und Leser,

das alte Jahr hat sich geneigt und ein neues begonnen. Da ist es Zeit, Bilanz zu ziehen, und dann nach vorne zu sehen. Für das abgelaufene Jahr fällt es auf den ersten Blick schwer, eine gute Note zu vergeben, andererseits gab es auch viel Erfreuliches.

Dass unser Bischof den synodalen Weg stärken möchte, ist ein gutes Zeichen – und dass Katharina Kaspar uns und der ganzen Kirche als leuchtendes Vorbild hingestellt wurde, kann uns auch viel Gutes bringen. Beim Umgang mit der MHG-Studie war es jetzt beispielsweise so, dass erst in den Gremien beraten wurde, wie das Bistum damit umgehen soll – von Seiten des Bischofs gab es im Vorfeld zu dieser Beratung dennoch eindeutige Statements zum Missbrauch: "abscheulich", "hat in der Kirche keinen Platz".

Hier wurde (wieder) deutlich: Gremienarbeit ist – wie Demokratie überhaupt – mühselig, aber häufig lohnt sie sich. Ich habe dies nun auch erfahren in der Mitarbeit in einer KIS-Gruppe.

Der KIS-Prozess wird auf alle Gemeinden in den nächsten Jahren zukommen – die Frage, "Welche Gebäude brauchen wir noch, an welchen hängt unser Herz und wie können wir dies finanzieren?" wird uns nicht erspart bleiben. Noch hat das Bistum finanzielle Mittel, um einen Übergang freundlich zu gestalten. Wie lange es so bleibt, ist schwer vorherzusagen. Klar ist aber: Wo wir weniger werden, müssen wir auch beim Gebäudebestand weniger werden. Schön, wo dies einvernehmlich und nach Beratung in den Gremien geschehen kann und nicht nach einer Vorgabe aus der (Limburger) Zentrale vorgegangen werden muss.

Am Ende wünsche ich Ihnen für das neue Jahr vor allem ein gutes Verhältnis zu Gott, den wir Vater nennen: Bei Katharina können wir sehen, wie wichtig ein intensives Gebetsleben sein kann. Sie hat die Armen darüber aber nicht vergessen, ganz im Gegenteil, und sie war – wie viele andere Heilige vor ihr, man denke an Franz von Assisi, aber auch die hl. Hildegard von Bingen – mutig genug, den kirchlichen Würdenträgern zu sagen, was sie als Hilfe für die Gläubigen besser machen können.

Möge Gottes guter Geist Sie in diesem Jahr begleiten!

 

P.S. Aus technischen Gründen habe ich es nicht geschafft, schon vor Weihnachten zu schreiben und Ihnen frohe Weihnachten zu wünschen, ich hoffe, Sie hatten ein schönes und gesegnetes Weihnachtsfest.