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Licht in der Dunkelheit

Licht in der Dunkelheit
Licht in der Dunkelheit
Eine ÖKT-Teilnehmerin hält in der katholischen Kirche St. Bernhard den Schal des Kirchentags in die Höhe. © 3.ÖKT/Peter Bongard

Liebe Leserinnen und Leser,

trotz aller Dunkelheiten in diesen Zeiten bleibe ich zuversichtlich:

Es gibt Licht in der Dunkelheit!

Dies betrifft ganz naheliegend den Verlauf der Pandemie hier in Deutschland, aber auch einige andere Aspekte – gerade auch unseres kirchlichen Lebens.

So haben sich beim ÖKT Christen aus vielen Konfessionen in Frankfurt und anderswo zusammengefunden, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern und dabei festgestellt, wie viel sie verbindet. Man kann sehen: Dass Menschen verschiedene Traditionen und Gewohnheiten haben, den Weg Jesu zu gehen, ist noch lange kein Grund, sich abzulehnen. Wir sollten das Gemeinsame suchen, gerade in diesen Zeiten, wo so vieles sich verändert und verändert hat.

Das Gemeinsame ist: Jesus Christus will uns nahe sein in Not und Gefahr, aber auch an den schönen Tagen.

Dies als Priester zu verkünden, haben am Pfingstwochenende vier Männer aus dem Bistum Limburg auf sich genommen, nach reiflicher Überlegung und entgegen dem Dunkel, das in der Kirche gerade so dominant ist, als sie sich zu Priestern weihen ließen. Schön, dass sie sich trauen, und ich finde es sehr erfreulich, dass hier gestandene Persönlichkeiten diesen Schritt gegangen sind. 

Und es ist auch gut zu sehen, dass man nicht „alles“ darf als Bischof oder Kardinal, sondern dass Laien und das Leitungsamt in Rom genau hinsehen. 

Dennoch: Man darf es nicht kleinreden, wie viele, die dem Ruf gefolgt sind, sich ganz in den Dienst Jesu zu stellen, uns und anderen Gutes getan haben, auch sie ein Licht in den Dunkelheiten des Lebens. Ich erinnere mich an so manchen engagierten Prediger und viele Ordensschwestern, die das Heil Christi den Menschen gebracht haben, nicht selten auch ganz konkret Heilung.

Wir Laien versuchen mit unseren Mitteln am Heil Christi mitzuwirken, sei es als Maria 2.0, sei es als gewählte Vertreter in den Gremien und auf viele andere Weisen. Wir alle können für andere ein Licht in der Dunkelheit sein.

Was nun die Pandemie angeht: Wir müssen noch ein wenig durchhalten, dürfen nicht unvorsichtig werden, ganz konkret auch, bis ein Impfschutz wirklich da ist und nicht leichtfertig schon am Tag der Impfung alle Masken weglegen. Wir dürfen auch die Kinder nicht vergessen, die an einem kritischen Punkt ihres Lebensweges Härten auf sich nehmen mussten, die man „im Westen“ zuletzt vor Jahrzehnten kannte. Sie sollten, wo es nicht mehr ums nackte Überleben geht, die nächsten sein, für die andere Härten auf sich nehmen.

Hoffentlich haben Sie ein wenig Licht in der Dunkelheit!

Ihr

Andreas Feldmar
Vizepräsident der Diözesanversammlung

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