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In schwierigen Zeiten Verantwortung übernehmen

In schwierigen Zeiten Verantwortung übernehmen
In schwierigen Zeiten Verantwortung übernehmen

Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahr schreitet voran und nach einer langen Sommerpause stehen nun viele große Dinge auf einmal an, so etwa die PGR-Wahl und etwas noch Selteneres: Eine Seligsprechung im Limburger Dom.
Auch in diesem Herbst schaut das Bistum wieder auf eine vorbildliche Person – Pater Richard Henkes, der in dunklen Zeiten für den Weg des Glaubens und so für andere Menschen eingetreten ist. Dieses Eintreten – bis in den Tod – wird in der Seligsprechung am kommenden Sonntag für unser Bistum zum Leuchten gebracht. Eine Pfarrgemeinderatswahl ist dagegen eine Kleinigkeit – aber auch hier treten Menschen für den Glauben ein.

Am 9. und 10. November sind alle erwachsenen Katholiken des Bistums aufgerufen, Menschen zu wählen, die einen liebevollen und ordnenden Blick auf die Vorgänge in ihrer Pfarrgemeinde werfen wollen – und es ist unabdingbar, dass auch einige von Ihnen dafür kandidieren, um diesen Dienst des ordnenden Blicks zu übernehmen.
Heute und immerzu braucht es Menschen, die Verantwortung für andere übernehmen. Das kann im Pfarrgemeinderat oder seinen Ausschüssen sein, oder an einem ganz anderen Ort, wo man konkreter Erfolge sieht, etwa bei einer Essensausgabe für Bedürftige.
Aber nicht nur das Konkrete, sondern auch das miteinander Reden und Ringen ist wichtig. Nur im Austausch miteinander kann herausgefunden werden, wie ein Weg in die Zukunft aussieht, der möglichst vielen Wünschen gerecht wird. Der Blick auf das  Evangelium wird da als Ermutigung, aber auch als Korrektiv dienen.
Umso schöner, dass sich nun auch die Deutschen Bischöfe auf den "synodalen Weg" machen, und noch schöner, dass sie dies im Frankfurter Dom tun wollen, in dem der Frankfurter Stadtsynodalrat schon so manche Sitzung mit einer Andacht begonnen hat.

Wenn man dann auf die jungen Leute schaut, fragt man sich manchesmal, wo ihr Ort in unsere Kirche ist. Finden ihre Anliegen Gehör? Und welche Wege braucht es (noch), damit sie leichter Gehör finden? In der Pfarrei gibt es das bewährte Element des Jugendsprechers. Auf Bistumsebene fehlt ein solches Amt bisher. Im Präsidium der Diözesanversammlung sind wir in unserer letzten Sitzung mit Vertretern des BDKJ zusammengetroffen, um solche Fragen zu beraten. Ich hoffe, wir finden Wege, um das Engagement der jungen Leute allen dienlich machen zu können und auch, sie wieder an die notwendigen "ordentlichen" Strukturen heranzuführen. Wo man ohne eine Ordnung landet, die dem Evangelium verpflichtet ist, kann man gerade wieder an vielen Orten in der Welt beobachten.

Herzliche Grüße
Ihr
Andreas Feldmar