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Fragen für den Sommer

Fragen für den Sommer
Fragen für den Sommer
© Quelle: Kat Bautista, Pixnio.com

Liebe Leserinnen und Leser,

der Sommer ist da und ich bin froh, wenn nun Ferien sind. Dies hat nicht nur berufliche Gründe, sondern auch damit zu tun, dass im Moment auf Bistumsebene und darunter, neben allen regulären Sitzungen, an der neuen Bistumsstruktur gefeilt wird.

Soll es weiter eine echte Mittlere Ebene geben? Soll stattdessen die eine oder andere Funktion des Bischöflichen Ordinariats „in die Fläche“ ausgelagert werden, aber unter Aufgabe der Bezirksstruktur? Welche Rolle spielen die in Limburg angesiedelten „Arbeiter im Weinberg“ überhaupt in Zukunft?

Wie viele Personen braucht es in Limburg zur Aufsicht (und: ja – es gibt auch schwarze Schafe unterhalb des Bischofsranges!)? Und schaffen wir es, dass das Bischöfliche Ordinariat sich in Zukunft vor allem als Dienstleister versteht, der der Subsidiarität verpflichtet ist?

Wie kann es gelingen, dass anstehende Entscheidungen im Bistum noch besser aus allen Perspektiven betrachtet werden?

Fragen über Fragen.

Weitere Fragen schließen sich an:

Wie kann Machtmissbrauch in der Katholischen Kirche besser verhindert werden? Was tun wir, damit in den Gemeinden alle den Mut finden, sich anderen gegenüber zu öffnen, wenn sie sich als missbraucht erfahren – und sei es auch nur als geringgeschätzte Arbeitskraft, mit deren Hilfe andere sich strahlend zeigen können?

Und wo geht es mit der Kirche hin? Wird sie sich als Dienstmagd Christi begreifen oder steht das Bild einer ehrwürdigen Behörde des Christus-Königs im Vordergrund, verkennend, welcher Art sein Thron war                 (Joh 18,37-19,5)?

Ein letztes: Wie können wir die Menschen auch in Zukunft erreichen und ihnen die frohe Botschaft bringen? Nach der Revolution des Fernsehens haben wir viel zu lange die Möglichkeiten des Internets ignoriert oder geringgeschätzt, nun wurden wir dazu gezwungen, hinzusehen, welche Chancen darin liegen. Nicht alles Neue ist gut, aber es kann nicht alles bleiben, wie es ist.

Für den Sommer bleibt vieles zu überlegen. Ich wünsche Ihnen Zeit zum Nachdenken und Entspannen            – und gutes Wetter

Ihr Andreas Feldmar
Vizepräsident der Diözesanversammlung

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